Der Wald
und seine vier Jahreszeiten


Ich hörte mal jemanden sagen, es sei schwierig den Wald zu fotografieren.
Darauf kann ich nur mit  – "Es kommt auf den Wald an."  – antworten.


 

Vor ein paar Jahren legte ich meinen Lebensmittelpunkt vom Niederrhein nach Bayern ins die Altmühltal. 
Am Niederrhein gibt es landschaftlich bedingt nur 17% Waldfläche. Die Wälder dort sind verhältnismäßig langweilig, teilweise durch Brombeeren, Farne und viel Unterholz unzugänglich.
Im Altmühltal bin ich von vielen schönen Wäldern mit einer hohen Biodiversität umgeben. Die Wälder werden durch Wacholderheiden, Bäche und Seen durchbrochen. Keine meiner bisherigen Touren waren langweilig. Ich habe für mich immer wieder Neues entdeckt. Ich bin immer wieder Touren zu verschiedenen Jahreszeiten gelaufen, um zu sehen wie sich die Vegetation und in ihr lebenden Tiere verändert. Viele Wälder befinden sich hier überwiegend auf dem bayrischen Jura. Die hier vorkommenden Pflanzen sind auf kalkhaltige Böden angewiesen und daher auch in den Wäldern zu finden. Das Gestein ist durch Auswaschungen von großen und kleinen Hohlräumen durchsetzt, in denen sich das Schmelz- und Regenwasser sammelt und an einigen Stellen als Quelle wieder hervor treten. An manchen Stellen sind sind die Holräume nach oben offen und bilden Moore. An Hängen sind sie die Grundlage für Kalktuffterrassen. In jedem Habitat gibt es eine spezielle Tier- und Pflanzenwelt.